Schiedsrichtergruppe Höcherberg
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"Es ist keine Schande, nichts zu wissen,

wohl aber, nichts lernen zu wollen."

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"Der Mensch ist nicht

am größten, wenn er

genießt, sondern wenn

er verzichtet."

Robert mäder,dt Schriftsteller (1839-99)

 

 

 

 

 

 

 

 

Regel 11   Abseits

Abseitsstellung
Die Abseitsstellung eines Spielers stellt an sich noch kein Vergehen dar.
Ein Spieler befindet sich in einer Abseitsstellung,
- wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler.


Ein Spieler befindet sich nicht in einer Abseitsstellung
- in seiner eigenen Spielfeldhälfte oder
- auf gleicher Höhe mit dem vorletzten Gegenspieler oder
- auf gleicher Höhe mit den beiden letzten Gegenspielern.


Vergehen
Ein Spieler wird nur dann für seine Abseitsstellung bestraft, wenn er nach Ansicht
des Schiedsrichters zum Zeitpunkt, zu dem der Ball von einem Mitspieler berührt
oder gespielt wird, aktiv am Spiel teilnimmt, indem er
- ins Spiel eingreift,
- einen Gegner beeinflusst,
- aus seiner Position einen Vorteil zieht.

 

Kein Vergehen
Kein Abseits liegt vor, wenn ein Spieler den Ball direkt erhält nach
- einem Abstoß,
- einem Einwurf,
- einem Eckstoß.


Vergehen/Sanktionen
Entscheidet der Schiedsrichter auf Abseits, spricht er dem gegnerischen Team einen
indirekten Freistoß an der Stelle zu, an der sich das Vergehen ereignete (siehe
Regel 13 – Ort der Freistoßausführung).


 

Auslegung der Spielregeln und Richtlinien der FIFA für Schiedsrichter


Definitionen
Bei der Anwendung von Regel 11 – Abseits gelten folgende Definitionen:
„Der gegnerischen Torlinie näher“ heißt, dass der Spieler mit dem Kopf, dem
Rumpf oder den Füßen der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der
vorletzte Gegenspieler. Nicht maßgebend sind die Arme.
„Ins Spiel eingreifen“ heißt, dass der Spieler einen Ball berührt oder spielt, der
zuletzt von einem Mitspieler berührt oder gespielt wurde.
„Einen Gegner beeinflussen“ heißt, dass der Spieler einen Gegenspieler daran
hindert, den Ball zu spielen oder spielen zu können, indem er eindeutig die Sicht
des Gegners versperrt oder Bewegungen oder Gesten macht, die den Gegner
nach Ansicht des Schiedsrichters behindern, täuschen oder ablenken.
„Aus seiner Position einen Vorteil ziehen“ heißt, dass der Spieler aus einer
Abseitsstellung einen Vorteil erlangt, indem er den Ball spielt, der vom Pfosten
oder der Querlatte oder von einem gegnerischen Spieler zu ihm springt.


Vergehen
Entscheidet der Schiedsrichter auf Abseits, wird die Partie mit einem indirekten
Freistoß für das gegnerische Team an der Stelle fortgesetzt, an der sich der
Spieler zum Zeitpunkt des letzten Zuspiels seines Mitspielers befand.
Jeder verteidigende Spieler, der aus irgendeinem Grund ohne die Erlaubnis des
Schiedsrichters das Spielfeld verlässt, befindet sich bis zur nächsten Spiel -
unterbrechung mit Blick auf ein Abseits auf der eigenen Tor- oder Seitenlinie.
Verlässt der Spieler absichtlich das Spielfeld, wird er bei der nächsten Spiel -
unterbrechung verwarnt.
Verlässt ein Spieler, der sich im Abseits befindet, bewusst das Spielfeld, um dem
Schiedsrichter zu signalisieren, dass er nicht aktiv ins Spiel eingreift, gilt dies
nicht als Vergehen. Ist der Schiedsrichter jedoch der Ansicht, dass der Spieler
das Feld aus taktischen Gründen verlassen und durch die Rückkehr auf das
Spielfeld unfair einen Vorteil erlangt hat, verwarnt er den Spieler wegen unsportlichen
Betragens. Der Spieler muss beim Schiedsrichter die Erlaubnis zum
Wiederbetreten des Spielfelds einholen.
Steht ein angreifender Spieler bei einem Treffer unbeteiligt zwischen den
Torpfosten im Tor, zählt der Treffer. Stört der angreifende Spieler jedoch einen
Gegner, gilt der Treffer nicht. Der fehlbare Spieler wird wegen unsportlichen
Betragens verwarnt und die Partie mit einem Schiedsrichter-Ball an der Stelle
fortgesetzt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand.
Wurde das Spiel innerhalb des Torraums unterbrochen, erfolgt der Schieds -
richter-Ball auf der Torraumlinie parallel zur Torlinie so nahe wie möglich bei der
Stelle, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand.

 

Ein Angreifer befindet sich in einer Abseitsstellung (A), ohne den Gegner zu
beeinflussen, und berührt den Ball.
Der Schiedsrichter-Assistent hebt bei der Ballberührung die Fahne.

Ein Angreifer befindet sich in einer Abseitsstellung (A), ohne den Gegner zu
beeinflussen und ohne den Ball zu berühren.
Der Spieler kann nicht bestraft werden, da er den Ball nicht berührt hat.

Ein Angreifer in einer Abseitsstellung (A) rennt zum Ball, ebenso ein Mitspieler
(B), der nicht im Abseits steht und den Ball schließlich spielt.
(A) kann nicht bestraft werden, weil er den Ball nicht berührt hat.

Ein Spieler in einer Abseitsstellung (A) kann bestraft werden, bevor er den Ball
spielt oder berührt, falls nach Ansicht des Schiedsrichters von den übrigen
Mitspielern, die nicht im Abseits stehen, keiner die Möglichkeit hat, den Ball zu spielen.

Ein Angreifer in einer Abseitsstellung (1) rennt zum Ball, ohne diesen zu
berühren.
Der Schiedsrichter-Assistent zeigt „Abstoß“ an.

Ein Angreifer in einer Abseitsstellung (A) versperrt dem Torhüter die Sicht.
Er ist zu bestrafen, da er einen Gegner daran hindert, den Ball zu spielen oder
spielen zu können.

Ein Angreifer befindet sich in einer Abseitsstellung (A), ohne dem Torhüter die
Sicht zu versperren oder ihn mit Gesten oder Bewegungen zu beeinflussen oder
abzulenken.

Ein Angreifer befindet sich in einer Abseitsstellung (A) und rennt zum Ball,
ohne den Gegner daran zu hindern, den Ball zu spielen. (A) macht keine Gesten
oder Bewegungen, die (B) beeinflussen oder ablenken.

Ein Angreifer in einer Abseitsstellung (A) rennt zum Ball und hindert den
Gegner (B) daran, den Ball zu spielen oder spielen zu können. (A) macht Gesten
oder Bewegungen, die (B) beeinflussen oder ablenken.

Der Schuss eines Mitspielers (A) wird vom Torhüter zu (B) abgelenkt,
Dieser wird bei Ballberührung bestraft, weil er sich zuvor in einer Abseits -
stellung befand.

Der Schuss eines Mitspielers (A) springt vom Torhüter zurück ins Feld. (B) befindet
sich nicht in einer Abseitsstellung und spielt den Ball.
(C) befindet sich in einer Abseitsstellung, wird aber nicht bestraft, da er den
Ball nicht berührt und so aus seiner Stellung keinen Vorteil gezogen hat.

Der Schuss eines Spielers (A) wird von einem Gegner zu Mitspieler (B) abgelenkt.
Dieser wird bei Ballberührung bestraft, weil er sich zuvor in einer Abseits -
stellung befand.

Angreifer (C) befindet sich in einer Abseitsstellung, ohne einen Gegner zu
beeinflussen. Mitspieler (A) passt zu Spieler (B1), der nicht im Abseits steht,
dann aufs gegnerische Tor läuft und den Ball aus Position (B2) zu Mitspieler (C)
spielt.
Angreifer (C) wird nicht bestraft, da er sich zum Zeitpunkt der Ballabgabe nicht
in einer Abseitsstellung befand.


Zusätzliche Erläuterungen des DFB


1. Wenn ein Ball offensichtlich zu einem Spieler gespielt wird, der sich in einer
Abseitsposition befindet, und auch nur dieser Spieler den Ball bekommen
kann, so hebt der Assistent in dem Augenblick die Fahne, wo er dies erkennt,
bzw. der Schiedsrichter pfeift auch dann schon Abseits.
Besteht jedoch ein Zweifel, ob der Ball wirklich zu dem abseits stehenden
Spieler gelangt, oder wenn zwei Spieler nach dem Ball laufen, von denen
einer abseits stand und der andere nicht, so muss mit der Abseits ent schei -
dung so lange gewartet werden, bis klar erkennbar ist, welcher Spieler ins
Spiel eingreift.
2. Der Schiedsrichter-Assistent zeigt nur strafbares Abseits an.

 

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